OpenRaw: Initiative fordert offene Dokumentation von RAW-Formaten
Viele Digitalkameras bieten neben JPEG und TIFF auch ein Rohdatenformat (RAW) zur Speicherung der Bildinformationen an, die wesentlich bessere Ausgangsdaten für die digitale Bildbearbeitung bieten. Ich verwende dieses Format für besonders wichtige bzw. anspruchsvolle Fotos um noch das letzte Quäntchen Qualität aus dem Bild zu holen.
Das Bearbeiten der RAW-Dateien ist über zahlreiche Bildbearbeitungsprogramme möglich, diese müssen jedoch die jeweiligen Kameramodelle explizit unterstützen. Leider kocht hier jeder Kamera-Hersteller sein eigenes Süppchen.
Die OpenRAW Working Group setzt sich für von den Herstellern dokumentierte Rohdaten-Formate ein, da befürchtet wird, dass langfristig bei alten Kameras die Unterstützung der Hard- und Softwarehersteller verloren geht und die Gefahr besteht, dass sich Foto-Archive nicht mehr oder nur mit großem Aufwand öffnen lassen.
Über 19.000 Digitalfotografen aus aller Welt haben sich an der Umfrage der OpenRAW-Initiative zur Digitalfotografie und dem Wert von RAW-Dateien beteiligt. Die Initiative wollte so in Erfahrung bringen, wie Fotografen mit dem “digitalen Negativ” arbeiten und wie sie ihre Arbeitsabläufe für die Zukunft sehen.
Die genauen Ergebnisse der Umfrage werden unter OpenRAW.org veröffentlicht.