Photoshop-Tutorial: Bilder nachträglich schärfen
Natürlich kann man auch die Kamera veranlassen, eine solche Schärfung intern vorzunehmen. Leider schärft die Kamera aber
unabhängig vom Motiv und immer mit der gleichen Intensität. Das führt nicht immer zu optimalen Ergebnissen.
Da es keine Möglichkeit gibt ein zu stark geschärftes Bild ohne Detailverluste wieder zu “entschärfen”, ist ein nachträgliches Schärfen z. B. via Photoshop die eindeutig bessere Methode. Nur so kann man gezielt Einfluss auf das Endergebnis nehmen.
Das in diesem Beispiel verwendete Bild kannst du hier herunterladen (Windows: rechte Maustaste – “Ziel speichern unter”). Öffne dann das Bild in Photoshop und los geht’s:
Um das Foto zu schärfen verwenden wir den Unscharf-Maskieren-Filter. Zu finden ist dieser im Menü unter Filter/Scharfzeichnungsfilter/Unscharf maskieren…
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An den Einzelnen Werten kann etwas herumexperimentiert werden. So sieht man gut, welche Wirkung der Filter auf das Bild hat.
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[...] Im ersten Tutorial zum Thema Schärfen habe ich den Filter Unscharf Maskieren vorgestellt. Dieser Filter eignet sich für die meisten Anforderungen auch sehr gut. Nachteilig ist bei dieser Methode allerdings, dass evtl. vorhandenes Bildrauschen durch die Anwendung des Filters ebenfalls verstärkt werden kann.Ich möchte nun hier eine Methode zum selektiven Schärfen vorstellen, bei dem evtl. im Bild vorhandenes Bildrauschen nicht mit verstärkt wird, da sich der erzielte Effekt ausschließlich auf die Bildkanten auswirkt. [...]
hi, es wäre für mich sehr hilfreich wenn du erklären könntest, was die einzelnen einstellungsmöglichkeiten eigentlich aussagen, besonders schwellenwert. radius mit 0,3 pixeln klingt für mich auch seltsam, kleiner als ein pixel gehts doch gar nicht oder?
@Mikheil:
Die Stärke gibt an, wie stark der Kontrast der zu berücksichtigenden Pixel angehoben werden soll.
Der Schwellenwert legt fest, wie sich stark sich die einzelnen Pixel von den umliegenden unterscheiden müssen, bevor sie scharfgezeichnet werden. Der Wert 1 in unserem Beispiel legt also fest, dass lediglich Pixel geschärft werden deren Tonwert sich um wenigsten 1 vom Nachbarpixel unterscheidet. Beim SchwellenWert 0 werden alle Pixel berücksichtigt, was bei z.B. Hauttönen zu unschönem Rauschen führen kann.
Der Wert Radius legt die Anzahl der Pixel fest, die die Kantenpixel umgeben und sich auf das Scharfzeichnen auswirken sollen. Ein kleiner Radius bewirkt eine Kontrasterhöhung direkt an den Kanten, ein großer Radius bezieht auch benachbarte Pixel in die Berechnung mit ein.
Wie aber die interne Berechnung von 0,3 Pixeln genau realisiert wird, kann ich dir leider nicht beantworten.